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Memokratie. Soziale Medien und autoritäre Bildpolitik - Wolfgang Ullrich
Vortrag und Gespräch
An diesem Wochenende laden wir erst zu einem Vortrag, der uns die Gefahren der zunehmenden Macht von Social-Media-Plattformen und rechter Politik vor Augen führt, und treffen uns dann zu einem Workshop, der versucht, gemeinsam konkrete Strategien zu entwickeln. Es macht Sinn, beides zu verbinden, aber beide Veranstaltungen funktionieren auch für sich.
Memokratie. Soziale Medien und autoritäre Bildpolitik
Wolfgang Ullrich
17. Oktober, 19 Uhr - Vortrag und Gespräch
Regierungsbehörden verbreiten KI-Bilder von migrantenfressenden Alligatoren, Trolle fluten das Netz mit zynischen Memes wie Trump als Immobilienmogul in »Gaza-Riviera«: Steuern wir auf eine Memokratie zu, in der autoritäre Politik über Internethumor bagatellisiert und zugleich durchgesetzt wird? Memes in den Sozialen Medien sind meist provokant, lustig durch Grenzverletzung, so improvisiert wie prägnant, überspitzt und oft vorurteilsbeladen. Wolfgang Ullrich diagnostiziert eine neue illiberale Regierungsform: die Memokratie. In ihr herrscht, wer die Plattformen dominiert – oder gleich besitzt. Anhand zahlreicher Beispiele untersucht er Strategien autoritärer Bildpolitik in den USA, aber auch bei europäischen Identitären oder in China. Und Ullrich analysiert, warum es demokratischen Kräften so schwerfällt, diesem enthemmten Bildgebrauch etwas entgegenzusetzen.
Über
Wolfgang Ullrich, geboren 1967 in München, lebt als Kulturwissenschaftler und freier Autor in Leipzig, war davor Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Zahlreiche Publikationen, insbesondere zur Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs, zu bildsoziologischen Themen sowie zu Konsumtheorie. Er ist Mitherausgeber der Reihe „Digitale Bildkulturen“ im Verlag Klaus Wagenbach.
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